La roue de la liberté

Ein Fahrrad ist wie ein guter Freund.

Einer, der nicht überlegt, ob er mitkommt, wenn ich ihn frage.

Es fragt nicht wohin, nicht wann ich zurück sein will, nicht, wie das Wetter wird.

Ich mag, dass ich anhalten könnte.

Einfach so. Und manchmal denke ich,

dass Freiheit vielleicht genau so aussieht.

In Frankreich begann die Geschichte des Fahrrads mit einer Idee, die fast schon nach Aufbruch klingt.

1817 rollte die sogenannte Draisine durch Paris – ein hölzernes Gefährt ohne Pedale, das man mit den Füßen anschob.

Später, Ende des 19. Jahrhunderts, wurde das Fahrrad plötzlich mehr als nur ein Fortbewegungsmittel.

Es wurde ein Symbol.

Vor allem für Frauen.

Zum ersten Mal bedeutete ein Fahrrad: selbst entscheiden, wohin man fährt.

Wann man aufbricht.

Und ob man überhaupt zurückkehrt.

Es heißt, viele Pariserinnen hätten damals ihre Korsetts gegen leichtere Kleider getauscht –

ein kleiner Schritt im Kleid,

ein großer in der Freiheit

Weiter
Weiter

Café de Flore