La Liberté éclairantle monde
Am westlichen Ende der Île aux Cygnes steht eine kleinere Freiheitsstatue und blickt über die Seine hinaus.
Sie ist nicht so groß wie ihre Schwester in New York. Nicht so berühmt. Nicht so überwältigend. Vielleicht sieht man sie deshalb genauer.
Die große Statue war ein Geschenk Frankreichs an Amerika. Ein Zeichen der Freundschaft, der Hoffnung, der Freiheit.
Drei Jahre später kam die Geste zurück nach Paris: als kleinere Statue, übergeben zum 100. Jahrestag der Französischen Revolution.
Auf ihrer Tafel stehen zwei Daten nebeneinander: der 4. Juli 1776 und der 14. Juli 1789. Zwei Revolutionen. Zwei Anfänge. Zwei Versprechen, dass Freiheit mehr sein soll als ein schönes Wort.
Zuerst blickte die Pariser Statue nach Paris. Später drehte man sie nach Westen – dorthin, wo Frankreichs Geschenk an Amerika steht.
Ich fahre am Ufer der Seine entlang. Die kleine Statue steht zwischen Wasser, Bäumen und Himmel, als hätte Paris sie dort für einen stillen Moment aufgehoben.
Vielleicht liegt genau darin ihr Reiz:
Sie drängt sich nicht nach vorn.
Sie erinnert nur daran, dass ein Geschenk manchmal als Gedanke zurückkehrt.