À la Mère de Famille

Manche Orte in Paris wirken nicht alt. Sie wirken bewahrt.

À la Mère de Famille gibt es seit 1761. Damals begann es als Epicerie und Confiserie in der Rue du Faubourg Montmartre. Heute liegen hinter der historischen Fassade Schokolade, Karamell, Fruchtpâtes, kandierte Früchte und kleine Schachteln, die aussehen, als hätte man sie schon immer genau so verpackt.

Nichts daran wirkt laut neu gemacht. Die Regale, die Gläser, die Farben, die Schriftzüge – alles scheint eher gesammelt als inszeniert. Vielleicht ist genau das der Grund, warum man hier nicht einfach nur einkauft. Man bleibt einen Moment länger stehen, liest die Namen auf den Etiketten, schaut in die Auslage und vergisst, dass man eigentlich nichts gebraucht hätte.

Ich habe überlegt, was ich nehme.
Und dann gemerkt, dass die Entscheidung längst gefallen war.

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Cheval à la herse