Marché aux puces
Zwischen den Ständen wirkt alles ein wenig so, als hätte es schon einmal gelebt.
Ende des 19. Jahrhunderts zogen sie nachts durch die Straßen von Paris,
die sogenannten Chiffonniers.
Sie sammelten, was andere zurückgelassen hatten – Möbel, Stoffe, kleine Dinge,
die niemand mehr brauchte und die trotzdem zu schade waren, um zu verschwinden.
Daraus entstanden die ersten Märkte am Rand der Stadt.
Man nannte sie „marché aux puces“.
Wegen der alten Textilien.
Und vielleicht auch, weil alles ein wenig näher am Leben war.
Heute steht alles ordentlich auf Tischen,
fast so, als hätte es sich beruhigt.
Und doch hat jedes Stück etwas behalten,
das sich nicht ganz erklären lässt.