Cheval à la herse

Die Muskeln sind nicht übertrieben – nur genau genug, um zu zeigen, dass dieses Pferd einmal gearbeitet hat.

Die Skulptur „Cheval à la herse“ von Pierre-Louis Rouillard entstand für die Weltausstellung 1878 und stand ursprünglich im Palais du Trocadéro.

Seit der Eröffnung des Musée d’Orsay im Jahr 1986 befindet sie sich auf dem Vorplatz – nicht als Dekor, sondern als Erinnerung an eine Zeit, in der solche Tiere Teil des Alltags waren.

Es ist diese Präzision, die auffällt.

Die Spannung im Körper, die Linie am Hals – nichts daran ist zufällig.

Schönheit, die nicht inszeniert ist, sondern aus der Funktion entsteht.

Man muss nicht wissen, welches Pferd dafür Modell stand.

Die Skulptur zeigt genug, um zu erkennen, dass hier kein Ideal dargestellt werden sollte, sondern Arbeit.

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