Opéra Garnier
Ein Tisch am Boulevard des Capucines genügt.
Vor dem Fenster passiert alles gleichzeitig.
Und nichts davon fordert mich..
Das Café de la Paix liegt genau richtig, um all das nicht zu verpassen.
Ein paar Schritte weiter verändert sich alles.
Dort beginnt die Opéra Garnier.
Eröffnet 1875, gebaut für Auftritte, die größer sein sollten als der Alltag.
Treppen, die mehr sind als Wege.
Ein Saal, in dem selbst das Warten eine Haltung bekommt.
Ich mag, wie nah das alles beieinanderliegt.
Ein Café, das den Nachmittag hält.
Und eine Oper, die den Abend trägt
Die Tasse ist längst leer.
Aber es reicht, noch einen Moment zu sitzen.
Später vielleicht eine Loge.
Oder einfach ein Platz irgendwo dazwischen.
Und zu gehen, als hätte ich den richtigen Moment erwischt.