Le Panthéon

Man sieht es schon von Weitem –
und doch wirkt es nie wie ein Ziel.

Das Panthéon wurde im 18. Jahrhundert ursprünglich als Kirche gebaut.
Ein Versprechen des Königs nach überstandener Krankheit.
Nach der Revolution änderte sich jedoch seine Bestimmung.
Aus einem Ort für Gott wurde ein Ort für Menschen.

Heute ruhen hier einige der größten Namen Frankreichs.
Voltaire und Jean-Jacques Rousseau – zwei, die sich zu Lebzeiten widersprachen und nun doch unter demselben Dach liegen.
Victor Hugo, dessen Worte ganz Paris durchziehen.
Und Marie Curie, die als erste Frau aufgrund ihrer eigenen Leistungen hier beigesetzt wurde.

Es ist ein Gebäude der Gegensätze.
Still – und voller Stimmen.
Schwer – und doch getragen von Ideen.

Im Inneren hängt das Foucaultsche Pendel,
das beinahe nebenbei zeigt, dass sich die Erde bewegt.

Ich fahre daran vorbei.
Nicht hinein, nicht heute.
Manche Orte erzählen alles,
ohne dass man sie betreten muss.

Und vielleicht ist das hier einer davon.

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